FAQ

  • Was versteht man unter Physiotherapie?

    Physiotherapie (PT) ist ein medizinisches Teilgebiet, welches sich mit der Behandlung und Wiederherstellung von Bewegungsstörungen jeglicher Art beschäftigt. Diese wiederum können durch unterschiedliche Faktoren bedingt sein.

    Schmerzen gehören wohl zu den häufigsten Gründen, die Menschen bewegen, sich physiotherapeutisch behandeln zu lassen. Mit speziellen Behandlungsmethoden können solche Schmerzen behandelt werden.

    Aber auch die Rehabilitation der Bewegungsfähigkeit nach Unfällen und Operationen gehört zum Hauptarbeitsgebiet der PT.

    Näheres erfahren Sie auch auf der Website des Schweizerischen Physiotherapeuten Verband.

    Physioswiss

    Lesen Sie den folgenden Beitrag, den wir vor Jahren einmal im Muttenzer Anzeiger veröffentlicht haben, indem das Wesen der Physiotherapie ausführlich beschrieben wird.

    pdf     Muttenzer Anzeiger 2004

  • Wie wird man PhysiotherapeutIn?

    Die Ausbildung zum Physiotherapeuten erfolgt an einer Fachhochschule und dauert insgesamt vier Jahre. Nach Abschluss trägt man den Titel eines Dipl. Physiotherapeuten – FH – BSc.

    Der Titel ist geschützt. Das bedeutet, dass sich niemand sonst Physiotherapeut oder Physiotherapeutin nennen darf, der diese Ausbildung nicht erfolgreich absolviert hat.

    Näheres dazu erfahren Sie auch wieder auf der Website des Schweizerischen Physiotherapeuten Verbandes.

    Physioswiss

     

  • Wie kann man physiotherapeutisch behandelt werden?
  • Wer kann eine physiotherapeutische Behandlung verordnen?

    Eine physiotherapeutische Behandlung wird üblichweise von einem Arzt, Chiropraktor oder in seltenen fällen auch von einem Zahnarzt verordnet.

    Dafür wird ein spezielles Verordungsformular verwendet, auf welchem der Arzt den Grund für die physiotherapeutische Behandlung – die Diagnose – beschreibt und die Ziele der Behandlung festlegt. In der Wahl der Behandlungsmethoden ist der Physiotherapeut jedoch frei.

    Dieses Formular finden Sie in der nächsten FAQ Rubrik.

    Näheres zum ganzen Behandlungsablauf erfahren Sie im Beitrag über den therapeutischen Prozess.

    Eine solche Verordung ist der Auftrag an uns Physiotherapeuten, Sie zu behandeln und gleichzeitig die Grundlage der Abrechnung unserer Leistungen mit den Kranken- oder Unfallkassen. Ohne eine solche Verordung können unserer Leistungen nicht von den Kassen abgrechnet werden. Die Details über die Abrechnungsgrundlagen können Sie der Frage “Wer bezahlt die physiotherapeutische Behandlung”.

    In gewissen Fällen, können Sie auch ohne eine ärztliche Zuweisung von uns behandelt werden. Allerdings müssen die Kosten dafür von Ihnen selbst übernommen werden.

     

  • Verordnungsformular für Physiotherapie

    Damit Ihre Behandlung von der Krankenkasse bezahlt wird, muss diese vom zuweisenden Arzt mit einem speziellen Formular verordnet werden.

    Dieses finden Sie hier.

     Verordnungsformular08_D
    PDF

     Zum Ausfüllen des Formulares benötigen Sie den Acrobat Reader. Diesen bekommen Sie hier

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  • Wie lange dauert eine einzelne physiotherapeutische Behandlung?

    Eine physiotherapeutische Behandlung ist an keine bestimmte Zeitdauer gebunden. Sie wird gemäss Tarifvertrag auch nicht nach Zeitaufwand vergütet. Der Therapeut kann deshalb die Behandlungsdauer frei wählen.

    Üblicherweise planen wir für eine Behandlung maximal 30 Minuten ein. Bei der Erstbehandlung und bei besonderen Erkankungen kann die Therapie länger dauern. Der gesamte Zeitraum beinhaltet sämtliche Leistungen, die mit Ihnen als Patient im Rahmen der Behandlung zu tun haben. Das beginnt mit der Vorbereitung des Behandlungsraumes und endet mit der Vereinbarung neuer Termine.

    Wichtig für Sie ist zu wissen, dass Sie keinen Anspruch auf eine Behandlungsdauer von genau 30 Minuten haben, da wie gesagt, nicht die Behandlungszeit als solche vergütet wird, sondern nur eine Behandlungspauschale verrechnet wird, welche weder die Behandlungsdauer noch die Behandlungs-massnahmen beinhalten.

    Sollte sich zum Beispiel während eines Behandlungsprozesses herausstellen, dass zur Erreichung des Therapiezieles 10 Minuten reichen, werden Sie auch nur 10 Minuten behandelt.

  • Ist die Dauer einer physiotherapeutischen Behandlung begrenzt?

    Nein, die Dauer eine physiotherapeutischen Behandlung ist nicht begrenzt, weder pro Patient noch pro Kalenderjahr. Eine physiotherapeutische Behandlung muss sinnvoll und notwendig sein. Ist sie das, können 4 Behandlungsserien à 9 Behandlungen durchgeführt werden, bevor über das weitere Vorgehen entschieden werden muss.

    Die Bestimmungen dazu sind in der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) in Art. 5 beschrieben.

    Abs 2

    Die Versicherung übernimmt je ärztliche Anordnung die Kosten von höchstens neun Sitzungen, wobei die erste Behandlung inner fünf Wochen seit der ärztlichen Anordnung durchgeführt werden muss”

    Abs. 3

    “Für die Übernahme von weiteren Sitzungen ist eine neue ärztliche Verordnung erforderlich”

    Abs. 4

    “Soll die Physiotherapie nach einer Behandlung die 36 Sitzungen entspricht, zu Lasten der Versicherung fortgesetzt werden, so hat der Arzt oder die Ärztin dem Vertrauensarzt oder der Vertrauensärztin zu berichten und einen begründeten Vorschlag über die Fortsetzung der Therapie zu unterbreiten. Der Vertrauensarzt oder die Vertrauensärztin prüft den Vorschlag und beantragt, ob, in welchem Umfang und für welche Zeitdauer bis zum nächsten Bericht die Physiotherapie zu Lasten der Krankenversicherung fortgesetzt werden kann.”

    Diese Bestimmungen sind zwingend. Trotzdem kann beobachtet werden, dass gewissen Krankenversicherungen diese zu unterlaufen versuchen, indem sie bereits nach 18 Behandlungen den veordnenden Arzt zu einem Bericht auffordern oder den Versicherten falsche Angaben über die Behandlungsdauer machen. Auch hier gilt wie überall: Gesetz ist Gesetz.

     

  • Wer bezahlt die physiotherapeutische Behandlung?

    Sämtliche physiotherapeutischen Leistungen sind über die Grundversicherung des KVG’s abgedeckt. Sie werden gemäss einem kantonalen Tarif, der auf einem Taxpunktwertsystem beruht, abgerechnet.

    Seit Juli 2011 gibt es zwischen dem Schweizerischen Physiotherapeuten Verband und der Santé Suisse, dem Dachverband der Krankenkassen, keinen offiziellen Vertrag mehr. Es herrscht ein sogenannter vertragsloser Zustand. Damit hat sich für einige Versicherungsnehmer der Abrechungsvorgang geändert.

    Früher war es so, dass wir Ihre Rechnungen via Ärztekasse direkt Ihrer Krankenkasse geschickt haben. Sie erhielten dann von Ihrer Krankenkasse die entsprechende Abrechnung.

    Heute ist es so, dass diese einfachere System nur noch von ungefähr der Hälfte der Krankenkassen praktiziert wird. Die anderen verlangen, dass wir Ihnen die Leistungen direkt in Rechnung stellen – so wie Sie das von den Arztrechnungen gewohnt sind.

    Beachten Sie bitte, dass wir unserer Rechnungen via Ärztekasse verrechnen und Sie deshalb das Honorar unser Behandlung immer und ausschliesslich der Ärztekasse zu bezahlen haben. Auch eventuelle Mahnung werden nicht von uns verschickt.