Pilates

Pilates wozu?

Joseph Hubert Pilates

Kritisches Rückenmuskeltraining

Die Rückenmuskulatur, welche im Alltag viel wichtiger ist, wird im klassischen Pilates System kaum geübt. Es gibt nur gerade eine Übung, die explizit diesem Ziel dient. Die Übung heisst “Swimming” und die Ausgangsstellung ist dabei die Bauchlage. Aus dieser werden die Beine, die Arme und der Kopf wie beim Schwimmen eben, angehoben.

Diese Übung, auf dem folgenden Bild von Pilates himself präsentiert, birgt genauso grosse Risiken, wie das Anheben der Extremitäten in Rückenlage:

 pilates 2

Möchte man diese Übung optimal ausführen, braucht man

  • die Fähigkeit, die Beine in den Hüftgelenken mit einer ausreichend kräftigen Hüftstreckmuskulatur strecken zu können
  • die Fähigkeit, die Arme im Schultergürtel genügend hoch anheben zu können und
  • die Fähigkeit, die Wirbelsäule über deren ganze Länge optimal strecken zu können

Bei Pilates, kann man sehen, dass er alle diese Vorraussetzungen nicht erfüllt: die Arme kommen nicht genügend nach oben und seine Wirbelsäule kann nicht optimal gestreckt werden. Auf diese Weise entsteht im Lendenbereich eine kritische Knickbelastung.

Leider ist diese Übung auch heute noch sehr verbreitet und findet sich in allen zeitgenössichen Lehrbüchern (siehe unten). Aus unserer Sicht, hat sie aber überhaupt keinen praktischen Nutzen und ist deswegen völlig überflüssig, da die wichtigste Funktion der Rückenmuskulatur auf diese Weise nicht geübt wird.

Mit dem Schwimmen hat sie im Übrigen nicht viel zu tun, da sich beim Schwimmen Beuge- und Streckaktitäten im Wechsel ablösen.