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Marie François Xavier Bichat (11.11.1771 – 22.07.1802) – der Begründer der modernen Histologie

In jedem Artikel oder in jedem Buch, welches heute zum Thema Faszien geschrieben wird, kann man lesen, dass in der konventionellen Anatomie das Bindegewebe immer weggeschnitten worden sei und so dessen Bedeutung für den Organismus verkannt wurde. Erst heute – so kann man schlussfolgern, sei die wichtige Bedeutung dieser verbindenden Gewebe – der Bindegewebe – erkannt worden. Diese vermeindlich moderne Vorstellung zeugt aber von einer gewissen Unkenntnis historischer Bezüge, vorallem der Geschichte der Histologie, der Gewebslehre. Als Begründer der modernen Histologie gilt Marie François Xavier Bichat. Dieser äusserte sich bereits 1802 in seinem Buch “Abhandlungen über die Häute im allgemeinen und über die verschiedenen Häute insbesondere” in einer ähnlichen Weise über das Bindegewebe, wie heute in der Faszienszene argumentiert wird. Der französische Originaltitel dieses historischen Werkes lautet: “Traité des Membranes en général et de diverses Membranes en particulier”. Im Folgenden werde ich die “modernen” Gedanken von X. Bichat vorstellen. Bichat beginnt sein Buch mit einem ersten Artikel über “die Abhandlungen der Häute im Allgemeinen” in dem er folgendes schreibt: 1) “Nie würdigten die Zergliederer die …